Das Wort Ergonomie findet heute immer mehr Einzug in den allgemeinen Sprachgebrauch. Grund dafür ist die immer stärker werdende Gefährdung des Menschen durch die Technik, nicht nur während der Arbeitszeit. Fast alle Tätigkeiten des täglichen Lebens können heute unter ergonomischen Kriterien untersucht werden, bügeln und kochen genauso wie die Arbeit am Bildschirm oder die nächtliche Ruhe im Bett.
Zwischen 10 - 24% der Bevölkerung sind von chronischen Nackenschmerzen betroffen. Durch schlechte Ergonomie am Arbeitsplatz entstehen zum Teil schwerwiegende Gesundheitsprobleme wie Bandscheibenvorfälle.
Langanhaltende, statische Arbeitspositionen (wie zum Beispiel Arbeit am Schreibtisch) sollten daher nur mit ergonomisch entwickelten Möbeln verrichtet werden.
Die Funktionelle Bewegungslehre ist eine didaktische und manipulierende Bewegungsschulung, deren Leitbild das Bewegungsverhalten des gesunden Körpers ist. Bewegt sich ein gesunder Körper, geschieht dies automatisch, ohne bewusst kontrolliert werden zu müssen. Hat ein Mensch Schmerzen, eine Bewegungseinschränkung, ist übermüdet oder in anderer Weise beeinträchtigt, wird die Bewegung unökonomisch. Im Gegensatz dazu ist eine Bewegung ökonomisch, wenn ihr Erfolg und ihre Leistung bei minimalem Kraftaufwand und Materialverschleiss maximal ist. Der Therapeut muss also Bewegung analysieren können, um ein funktionelles Problem zu finden und zu formulieren.
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